Hotel

Da sind wir nun also – auf der Strandpromenade von Jesolo! Gleich sind wir
da. Es ist ein herrlicher sonniger Tag und es war wirklich an der Zeit, alles hinter sich zu lassen: die Stadt, die Arbeit und den Stress. Endlich in der Sonne liegen und im Meer baden. Und da ist es also, unser Urlaubsziel: das Hotel Bellariva! Einige unserer Freunde kommen seit Jahren hier her und wenn sie nach Hause kommen haben sie eine fantastische Bräune und erzählen uns immer wie sehr sie sich amüsiert und erholt haben. So haben wir dieses Mal beschlossen ihren Rat zu befolgen und reisen mit der ganzen Familie an. Vorläufig sind wir zu dritt. Aber nächste Woche bekommen wir Verstärkung…von meinen Schwiegereltern (hoffentlich geht das gut…).

Kaum in der Empfangshalle angekommen, werden wir von lächelnden und hilfsbereiten Personen empfangen. Sie erklären uns alles ganz genau, zeigen uns den Speisesaal und begleiten uns dann aufs Zimmer. Das Zimmer ist sehr hübsch: es gibt wirklich alles was man braucht, um es bequem und ruhig zu haben. Meine Frau hatte den Fön zu Hause vergessen und nun hält sie den vom Hotel bereitgestellten in den Händen. Ich teste sofort den Satellitenfernseher. Aber beim ersten Schimpfen unseres Söhnchens erinnere ich mich daran, das wir ja im Urlaub sind und das Meer noch sehen müssen. Da ist es! Es reicht die Gardine zur Seite zu schieben und aus dem Fenster zu blicken. Beim zweiten Schimpfen unseres Kleinen sind wir schon im Fahrstuhl: mit Badetüchern, Schwimmreifen, Sandschaufel und Eimerchen.

Im Nu sind wir am Strand. Wirklich nur einen Schritt aus dem Hotel hinaus. Weicher warmer Sand unter den nackten Füßen, es weht ein frisches Lüftchen: Hier geht es einem richtig gut. Ach ja – der Sommer ist eine gute Erfindung. Müßte wirklich öfter mal vorkommen. Da ist er, unser Sonnenschirm und sofort beginnt meine Frau mit den Strandnachbarn zu plaudern. Und da ist es wieder: Das Schimpfen des Kleinen, der mich auf seine Entdeckung aufmerksam macht. Er zieht mich an der Badehose und zeigt mit seinem Fingerchen ein Stück Strand, das für die Spiele der Kleinsten reserviert ist. Genial! Wirklich ein guter Einfall. Ich begleite ihn dorthin und er schließt sofort Freundschaft mit den anderen Kindern: Ein Schwätzer, genau wie seine Mutter. Es vergehen keine drei Minuten und auch ich bin dort. Knieend im Sand, baue ich Sandburgen mit einem anderen Papa, den ich gerade kennengelernt habe. Meine Frau sieht uns über die Zeitung hinweg zu und lächelt, während sie die Sonne genießt.

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